Geld umtauschen für den London Trip

Wer nach London reist, der muss zwangsläufig seine Euros in die britische Währung namens Pfund umtauschen. Beim Geld umtauschen gibt es ja bekanntlich einen Wechselkurs (Brief- und Geldkurs). Momentan (16.April 2017) liegt der Kurs bei 1£ = 1,18 Euros, bedeutet, dass Du normalerweise für 118€ “nur” 100 GBPs bekommen würdest. Nun gibt es ja viele Möglichkeiten, sein Geld umzutauschen bzw. vor Ort in London zu bezahlen. Flughafen oder Bank, was ist hier sinnvoller?

Geld umtauschen – wo hat man die meisten Vorteile?

Geld umtauschen am Flughafen: Sicherlich ist das die einfachste Möglichkeit, da man alles in einem Rutsch erledigen kann. Ob man das Ganze jetzt in Deutschland oder in London am Flughafen macht, spielt auch schon eine Rolle. Normalerweise ist es so, dass der Umtausch in einer ausländischen Wechselstube etwas günstiger ist als in Deutschland. Deshalb solltest Du Dein Geld eher in London umtauschen, wenn Du Dich für den Flughafen als Wechselort entscheidest. Die Wechselgebühren liegen im Schnitt bei ca. 2,5%. Das unterscheidet sich zwar kaum zu den Gebühren an Banken, jedoch hat man vergleichsweise einen generell ungünstigen Wechselkurs. Ich empfehle Dir, Dein Geld am Flughafen nur in äußersten Notfällen oder Ausnahmefällen zu tauschen.

Deine Bank als Wechselstube: In Deiner Bank kannst Du ebenfalls Dein Geld umtauschen. Die Gebühren sind von Bank zu Bank oft unterschiedlich, aber meistens hast Du bei einer Bank einen echt fairen Wechselkurs. Ein weiterer Vorteil liegt hier auf jeden Fall in der Beratung durch einen Bankangestellten. Du kannst Dich über Kurse informieren und so herausfinden, was am besten ist. Meistens läuft es so ab, dass Du sagst, wie viele Pfund Du haben möchtest und dann wird der entsprechende Eurobetrag von Deinem Konto abgebucht und Du erhältst Deinen Betrag in Pfund in Bar. Ein Tipp von mir: wenn Du bei einer “kleineren” Bank bist und etwas mehr mitnehmen möchtest (über 500 GBP z.B.), dann solltest Du nicht erst einen Tag vor Abreise zur Bank laufen, sondern vielleicht eine Woche vorher. Oftmals haben Banken nämlich nur kleinere Reserven in Fremdwährung vorrätig, sodass erstmal die Währung bei einer Zentralbank bestellt werden muss. Das kann manchmal mehrere Tage dauern, bis das dann in der Bank abholbereit ist.

Umtauschen bzw. Abheben am Geldautomaten in London selbst: Diese Alternative ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Man schleppt nicht so viel Bargeld mit sich und kann immer soviel abheben, wie man benötigt. Gerade unter dem Aspekt interessant, dass in London viele Diebe ihr Unwesen treiben. EC/Giro – Automaten bieten immer einen aktuellen Kurs an, der meistens sehr fair ausfällt. Dieser wird auch immer direkt angezeigt. Die Gebühren sind meistens auch geringer, wenn überhaupt welche erhoben werden. Achte darauf, dass Du Automaten mit der Aufschrift “free (cash) withdrawal” wählst, die haben geringere bzw. keine Gebühren. Mit der Sparkasse zahle ich selbst 5€ Gebühr, viele zahlen aber auch nichts, besonders Kreditkartenhalter. Einige Automaten haben dann die Option “… fix the exchange rate?” o.ä. – bei dieser Anfrage fragt das Gerät, ob es für Dich zum aktuellen Kurs fix verrechnen soll – wenn diese Frage erscheint, dann auf NEIN drücken(!), weil dann werden deutlich höhere Gebühren erhoben. Dies stellt einen Schein-Service da, der Betrag wird eh mit dem Wechselkurs verbucht – jedoch kostet dieser scheinbare Vorteil nochmal extra Gebühren. Nimm Dir beim ersten Abheben in London Zeit für das Lesen des Bildschirms.

Am Geldautomaten ist der Tausch günstig und schnell erledigt

Am Geldautomaten ist der Tausch günstig und schnell erledigt

Weitere Hinweise zum Geld abheben in London / Bezahlen mit EC bzw. V-Pay Karte:

  • Kunden der Deutschen Bank können kostenlos Geld bei den Barclays Filialen abheben.
  • Die Betreiber der meisten Geldautomaten in der Stadt sind u.a. Bank of Scotland, Barclays Bank, HSBC Bank, Lloyds TSB, Tesco oder auch Royal Bank of Scotland
  • V-Pay ist innerhalb des europäischen Raums gültig und somit auch in London. Mit meiner V-Pay Karte habe ich i.d.R. uneingeschränkt Geld abheben sowie damit bezahlen können. Es gab bei mir nur in Einzelfällen mal Probleme, aber zur Not geht man einfach zum nächsten Bankautomaten.
  • Wenn man in Geschäften mit EC-Karte oder Kreditkarte zahlt, können ebenfalls zusätzlich minimale Gebühren i.H.v. 1-2 % des Kaufpreises anfallen, ggf. auch als Mindestgebühr i.H.v. einen Euro.
  • Auch die Geldautomaten am Flughafen haben meiner Einschätzung nach höhere Wechselkurse als die in der City. Wenn es sich vermeiden lässt, dann gehe lieber nicht schon am Flughafen zum Automaten, sondern erst in der Stadt.
  • (Prepaid) Kreditkarte: In London lohnt es sich, mit Kreditkarten zu zahlen. Das bezahlen mit einer solchen geht sehr schnell – und mittlerweile haben sehr viele Briten eine Kreditkarte. Eine Prepaid Kreditkarte habe ich z.B. auch, um Hotels zu buchen, somit ist man immer sehr flexibel und hat auch kaum Risiko im Gepäck! Aber auch an den Automaten der Underground kannst Du mit einer solchen Prepaid Kreditkarte bezahlen, denn EC Karten funktionieren hier nicht bzw. nur sehr begrenzt. Natürlich geht auch immer eine normale Kreditkarte. Nur habe ich manchmal bisschen Angst, wenn die richtige Karte verloren geht, dass damit dann betrügerische Handlungen vorgenommen werden. Das kann bei Kreditkarten schnell gehen. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass in London (gerade die Einheimischen) fast ALLES mit ihren Kreditkarten bezahlen, selbst ein Bier im Pub wird da gerne mal mit bezahlt. Du kannst also ruhigen Gewissens auch nur Dein Plastik mitnehmen (bisschen Bargeld sollte es aber immer sein für den Fall der Fälle).

    Weitere Hinwiese für das Abheben / Bezahlen mit Kreditkarte in London:

  • Kunden mit der DKB Cash Karte, der Eurowings Goldkarten, einem Comdirect Girokonto, einem norisbank Konto, einem Consorsbank Konto oder einem Wüstenrot Top Giro heben auch in London kostenlos Geld ab