Zuletzt geändert am 2. September 2014 um 08:12 Uhr


Suchst Du einen wirklich idyllischen und romantischen Ort in London, der zugleich spannend und mystisch ist, dann solltest Du den Highgate Cemetery besuchen. Der Highgate Cemetery gehört zu den berühmtesten Friedhöfen weltweit – auf ihm sind viele berühmte Persönlichkeiten begraben.

Highgate Cemetery Graves

Über den Highgate Cemetery

Die Geschichte des Highgate Cemetery ist mindestens genau so interessant wie der Ort an sich. 1839 wurde der Friedhof eröffnet. 1869 kam dann die East Side dazu. Der Friedhof hat also zwei Bereiche. Damals wurde der Friedhof noch kommerziell von einer privaten Unternehmung geführt. In den 1970er Jahren war der Highgate Cemetery dann nicht mehr profitabel genug, sodass die Betreiber beschlossen, den Friedhof zu schließen. Es vergingen Jahre, in dem nichts gemacht wurde, die Tore waren geschlossen. Die Natur hat sich den Friedhof zurückerobert, Vandalismus fand statt. Das Ganze ging so weiter, bis schließlich einige Jahre später die Organisation „The Friends of Highgate Cemetery Trust“ den Friedhof übernahm und ihn wieder herrichtete.Jedoch wurde der Friedhof ganz bewusst nicht „picobello“ hergerichtet, sondern der Charm des Verfallens wurde beibehalten. Die Gräber sind alle etwas krumm und schief, An vielen Stellen ist die Natur immer noch Herscher über die Grabstätten – Baumwurzeln und Verwachsungen setzen Gräber in eine romantische Atmosphäre.

Highgate Cemetery Dead
Eine düstere Stimmung, die aber irgenwie romantisch ist

Heutzutage kann man sich übrigens immer noch begraben lassen. Der Platz ist jedoch begrenzt. Die Begrabung ist an einige Bedingungen geknüpft, die nicht aber nicht im Detail weiß. Ich glaube, man muss zumindest englischer Staatsbürger sein.

Da es ein Friedhof ist, gelten hier auch besondere Regeln, um respektvoll mit dem Tod umzugehen. Folgendes solltest Du beachten:

  • Tiere sind nicht erlaubt. Ausgenommen sind Servicehunde.
  • Alkohol und Rauchen sind verboten
  • Man darf eigentlich auch keine Fotos machen, Du solltest vorher fragen
  • Wirf Deinen Müll nicht einfach auf den Boden…
  • Kinder dürfen nicht alleine rumlaufen
  • Das Klettern auf Gräber(n) ist nicht erlaubt
  • Viele kleine Pfade können bei schlechter Witterung nass und rutschig sein.
  • Kostet der Highgate Cemetery Eintritt? Gibt es Touren?

    Der Eintritt zum Highgate Cemetery kostet ein wenig Eintritt. Die „The Friends of Highgate Cemetery Trust“ verwendet die Einnahmen nicht für den eigenen Profit, sondern um weitere Reparaturen am Friedhof vorzunehmen. Mit deinem Eintritt tust du also sogar noch was gutes.

    East Cemetery(Karl Marx Seite) – Der Eintritt kostet für Erwachsene und für Schüler/Studenten. Kinder bis 16 Jahre sind in Begleitung ihrer Eltern kostenlos. Führungen kosten (ermäßigter Preis 4-5£) und finden in regelmäßigen Zeitabständen statt.

    West Cemetery – Diese Seite lässt sich nur mit einer geführten Tour besichtigen. Eine Tour kostet 12£ für Erwachsene und für Kinder(8-16). Unter der Woche beginnen die Touren einmal täglich gegen 14.00 Uhr, am Wochenende finden zwischen 11.00 und 16.00 Uhr stündlich Touren statt (im Winter nur bis 15.00 Uhr)

    Wer liegt alles auf dem Highgate Cemetery begraben?

    Auf der East Side des Highgate Cemetery liegen einige bekannte Berühmtheiten begraben. Der berühmteste ist mit Sicherheit der deutsche Philosoph Karl Marx, der ein riesiges Grab dort hat.

    Highgate Cemetery Karl Marx
    Das Grab von Karl Marx

    Weitere bekannte Persönlichkeiten, die auf dem Highgate Cemetery liegen:

  • Douglas Adams, britischer Schriftsteller
  • Herbert Spencer, englischer Philosoph
  • Philip Gould, britischer Politiker
  • Claudia Jones, Journalistin und Gründerin des Notting Hill Carnival
  • Sheila Gish, britische Theater- und Filmschauspielerin
  • Jeremy Beadle, TV Presenter, Schriftsteller und Produzent
  • Hercules Bellville, Filmproduzent
  • Wie komme ich zum Highgate Cemetery

    Den Highgate Cemetery findest Du im Norden Londons, genauer gesagt im Stadtbezirk Camden. Du kannst bequem und schnell aus dem Zentrum der Stadt per Underground zum Friedhof gelangen. Hierfür benutze einfach die Northern Line und steige in Archway aus, Exit Highgate Hill. Hiernach sind es noch ca 10-15 Minuten zu Fuß – machbar! Wenn dir das noch zu viel ist, fahren von dort aus die Busse der Linie 210,143 und 271 in die Richtung des Friedhofes, Ausstieg Waterlow Park.

    Außerdem: Busse der Linie C2 halten an der Stadtion Parliament Hill Fields, ganz in der Nähe des Highgate Cemetery. Busse der Linie C11 halten an der Stadtion Brookfield Park, auch in der Nähe des Friedhofs.

    Weitere Informationen zum Highgate Cemetery findest du hier.

    Autor

    7 Kommentare

    1. Hallo Tim,

      waren letzte Woche auf dem Ostteil. Seit 2013 ist auch der berühmte Postzugräuber Bruce Reynolds dort mit einer Totenmaske (Gebiet A1) beerdigt.

    2. Der Highgate Cemetery gehört auch zu meinen Lieblings-Plätzen.
      Der Ost-Teil ist gegen einen Obulus von zuletzt 4 GBP zu besichtigen. Dort liegt u.a. auch Karl Marx und Douglas Adams. Spannend fand ich, dass Karl Marx, der alte Sozialist, ein Riesen-Monument dort hat, während das Grab von Douglas Adams so klein und unscheinbar ist, dass man es leicht übersehen kann.

      Den West-Teil kann man nur in Form einer Führung besuchen, Kosten zuletzt 7 GBP. Je Führung max. 12-15 Leute, Wochentags mit Voranmeldung, Sonntags nach „First come, first serve“. Lohnt sich aber auch!
      Von Archway in 10 – 15 min zufuß zum Friedhof ist allerdings recht sportlich 😉

      Dirk

    3. Ich war zueletzt vor 2 Jahren mit meinem Sohn dort. Er hat sich die Londonfahrt zum Abi gewünscht. Er hat mich erst auf den Friedhof gebracht. Man was war ich begeistert. Obwohl es ohne ende genieselt hat und obwohl wir einen riesen Umweg gelaufen sind (vorbei an Holly Village), war es ein ganz besonderes Erlebnis. Ein Traum für einen Hobbyfotografen.
      Im August werden mein Mann und ich für 7 Tage in London sein…der Friedhof wird auf jedenfall wieder besucht.
      Holly Village ist übrigens auch einen Besuch wert. Auch wenn man nicht in den Gemeinschaftsgarten kann. Von der Straße aus sehen die Häuser auch megatoll aus.
      Danke für diesen tollen Blog. Ich hab mir schon viel rausgesucht und gleich vermerkt. In 7 Tagen kann man ja viel sehen und ablaufen. 😉

      Liebe Grüße
      Caro

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