Zuletzt geändert am 27. September 2014 um 20:05 Uhr


Bekannte Sehenswürdigkeiten in London gibt es eine Menge, die mehr oder weniger geheimen Sehenswürdigkeiten sind vielen nicht bekannt. Dabei gibt es viele solcher Sehenswürdigkeiten, die einen eigentlichen größeren Bekanntheitsgrad verdient hätten. In diesem Artikel stelle ich Dir einige dieser geheimen Sehenswürdigkeiten vor.

Sir John Soane’s Museum

sir john soanes museum
Der Eingang des Sir John Soane’s Museum

Das Sir John Soane’s Museum ist ein wirklich merkwürdiges Museum, was einen unscheinbaren ersten Eindruck erweckt aber dann den Besucher in seinen Bann zieht. Leider darf man in diesem Museum keine Fotos machen, weshalb ich nur eines von draußen anbieten kann. Sir John Soane war ein Architekt und ein leidenschaftlicher Kunstsammler, der sein Haus in sein eigenes Museum umgestaltet hat. Hier kann man viele interessante Gegenstände anschauen von Gemälden über Skulpturen bis zu Mumiengräber o.ä. Zunächst wirkt das Museum wie ein ganz normales langweiliges Museum, aber je tiefer man eindringt, desto absurder wird es. Es ist übrigens hier nicht gestattet, Rucksäcke oder Taschen mit reinzunehmen, diese musst Du am Eingang abgeben. Eintritt ist kostenlos, es wird um eine Spende gebeten. Du findest das Sir John Soane’s Museum am 13 Lincoln’s Inn Fields, ganz in der Nähe der U-Bahn Station Chancery Lane, Central Line. Weitere Informationen zum Museum gibt es hier.

Hunterian Museum

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Der Eingang des Hunterian Museum

Das Hunterian Museum steht dem Sir John Soane’s Museum in puncto Verrücktheit nichts nach. Das Museum befindet sich sogar in unmittelbarer Nähe, nur auf der anderes Seite des kleinen Parks (35-43 Lincoln’s Inn Fields). John Hunter war ein Chirurg, der als Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie gilt. Während seiner Zeit präparierte er mehr als 13.600 menschliche und tierische Objekte. Man kann hier also viele „Leichenteile“, die präpariert worden sind, begutachten, darunter viele menschliche Embryos, Gehirne, Körperteile, aber auch tierische Objekte. Das ganze ist ziemlich eklig aber irgendwie auch faszinierend. Man darf auch hier leider keine Fotos machen. Du findest das Museum, indem Du in das Gebäude hineingehst und dir zunächst einen Besucherpass abholst. Ich glaube, man kann hier auch Live-Operationen anschauen, wenn man sich dazu anmeldet, aber da ich bei Blut schnell umkippe, habe ich gar nicht erst genauer nachgefragt. Weitere Informationen zum Museum gibt es hier.

Kyoto Garden im Holland Park

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Schöne Steinlaternen im Kyoto Garden im Holland Park

Der Kyoto Garden im Holland Park ist ein wahres Paradies und ein angenehmer Rückzugsort vom Stadttrubel. Der japanische Garten befindet sich im Holland Park, dort ziemlich zentral gelegen. Von der Underground-Station Holland Park (Central Line) erreicht man den Garten nach ca. 15-20 Gehminuten – der Weg lohnt sich aber. Man findet hier schöne Teichanlagen, Fischteiche mit Kois, nette Brücken und Steinlaternen.

kyoto garten
Kois im Kyoto Garten

Victorian Pet Cemetery im Hyde Park

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Herzzerreißende Abschiedsbotschaften auf den Grabsteinen

Der Victorian Pet Cemetery im Hyde Park ist ein weiterer eher unbekannter Ort. Der Friedhof befindet sich im Garten des „Gatekeeper“ und ist in der Regel vor der Öffentlichkeit verschlossen. Auf dem Friedhof liegen hauptsächlich Hunde begraben. Was im 19. Jahrhundert als eher privater Tierfriedhof begann, hatte sich über die Zeit zu etwas mehr entwickelt. Die meisten Hunde, die hier begraben liegen, wurden von Pferden oder den dahinter fahrenden Kutschen getötet. Auf den Gräbern steht dann so etwas wie “Alas Poor Zoe. Born October 1st. 1879. Died August 13th. 1892. As deeply mourned as ever dog was mourned, for friendship rare by her adernde”. Man muss einen Besuch vorher anmelden und eine Gebühr bezahlen, um diesen Friedhof zu besuchen. den Friedhof findest du ungefähr auf Höhe 41 Bayswater Rd am Hyde Parkt (Bayswater Gate). Weitere interessante Informationen findest Du hier.

Zu den geheimen Sehenswürdigkeiten zählen finde ich auch die genannten Punkte in meinem Artikel zu den kostenlosen Aussichtspunkten.

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2 Kommentare

  1. Hallo Tim,
    Ich weiß nicht ob du darüber in deinem Blog schon geschrieben hast (bin eben erst draufgestoßen) aber die Royal Courts of Justice (Strand) sind auch allemal einen Besuch wert. Das Gebäude sieht von außen schon grandios aus und der Eintritt ist zudem auch kostenlos. Innen kann man mit Glück einen Richter mit Perücke sehen, außerdem haben die da auch meines Wissens eine Dauerausstellung über die Mode der Richter über die Jahre hinweg!

    Liebe Grüße, Jule

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