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Imperial War Museum – ein Erfahrungsbericht

Imperial War Museum – ein Erfahrungsbericht

Zuletzt bearbeitet am 28.06.2019 von Tim Eichert

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Das Imperial War Museum, das Kriegsmuseum des britischen Imperiums, befindet sich zentral in London gelegen und sollte auf jeden Fall auf der ToDo-Liste bei einem kulturellen Besuch von London stehen. Was dieses Museum so besonders macht und weitere nützliche Informationen gibt es in diesem ausführlichen Artikel.

Das nett anzusehende Museumsgebäude
Das nett anzusehende Museumsgebäude

Über das Imperial War Museum

Das Imperial War Museum in London gehört zu der Dachmarke Imperial War Museums – es gibt zusätzlich zu dem in London noch eins in Manchester und ein in Cambridgeshire , die HMS Belfast und die Churchill War Rooms gehören ebenfalls dazu. Das Museum handelt rein thematisch von allen Möglichen Kriegen/Konflikten, welche Großbritannien und das Commonwealth im Laufe der letzten Jahrzehnte so hatte – darunter der erste und zweite Weltkrieg, die Besatzungszonen in Berlin usw. Das Museum ist zum Teil staatlich finanziert, generiert aber auch ein Teil seiner Einnahmen durch Spenden. Man kann dabei sowohl online als auch vor Ort spenden, wenn man möchte.

Kriegsflieger hängen an der Decke
Kriegsflieger hängen an der Decke

Was erwartet einem im Imperial War Museum?

Das Museum hat mich zugleich begeistert und überrascht. Ich dachte zunächst, dass man hier einfach nur ein paar Panzer und ein paar Kriegsflieger anschauen könne. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt. Das Museum ist in insgesamt sechs Stockwerke aufgeteilt. Jedes Stockwert hat seine ganz eigene Thematik, dementsprechend taucht man in jedem Stockwerk in eine neue, einzigartige Welt hinein. Folgende Motive waren in den jeweiligen Stockwerken zu betrachten, als ich vor Ort war:

  • 0. Stock: 1. Weltkrieg und Kriegszeugen
  • 1. Stock: Familien im 2. Weltkrieg und Afghanistan-Krieg 2014
  • 2. Stock: 2. Weltkrieg und Frieden und Wiederaufbau
  • 3. Stock: Gallerie: Britische Kunst im ersten Weltkrieg, Kuriositäten aus dem Krieg
  • 4. Stock: Der Holocaust
  • 5. Stock: The Lord Ashcroft Galerie

Besonders gut gefallen haben mir der 1. Stock und der 4. Stock. Im ersten Stock geht es primär um Familien, wie sie im 2. Weltkrieg gelebt haben – unter selbst gebauten Schutzbunkern im eigenen Garten, immer mit der Angst von den Bomben getötet zu werden. Ich fand diesen Part sehr berührend – noch berührender und emotionaler ist der Holocaust-Bereich des Museums. Dieser Bereich ist riesig und geht fast über die ganze fünfte Etage. Hier kann man den Holocaust noch einmal von Anfang bis zum Ende nachverfolgen. Von der Ausgrenzung der Juden über die Reichskristallnacht bis hin zu den Konzentrationslagern und der Befreiung dieser nach Kriegsende. Das ganze ist sehr gut aufgebaut, mit vielen Bildern, Videos und Gegenständen visuell dargestellt. Besonders die vielen persönlichen Gegenstände, welche die Juden in den Konzentrationslagern abgeben mussten, versetzen einen in eine sehr schaurige und nachdenkliche Stimmung (beispielsweise Brillen, Schuhe, Koffer, Münzen uvm.). Leider durfte man hier keine Fotos machen. Aber auch die anderen Räume überzeugen durch moderne Darstellungen und vielen sehr interessanten Requisiten.

Ein Panzer bewacht einen Museumsteil
Ein Panzer bewacht einen Museumsteil
Alte Teile der Zoneneinteilung in Berlin
Alte Teile der Zoneneinteilung in Berlin

Was kostet das Imperial War Museum?

Der Eintritt in das Museum ist frei. Es wird am Eingang nach einer Spende von 5 GBP gebeten, was ich wie immer absolut angebracht hielt.

Was sind die Öffnungszeiten des Imperial War Museums?

Geöffnet hat das Imperial War Museum in London täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Der letzte Eintritt ist um 17.30 Uhr. Das Museum ist an allen Tagen im Jahr außer über die Weihnachtstage geöffnet.

Das einzigartige und geniale Dach des Museums
Das einzigartige und geniale Dach des Museums

Wo finde ich das Imperial War Museum?

Das Museum liegt zentral südlich der Themse. Am besten erreichst Du es mit der Underground, indem Du in Lambeth North aussteigst. Das wäre die Bakerloo Line (braun). Alternativ ist das Museum per Bus zu erreichen. Hier nimmst Du am besten die Linie 344.

Fazit

Das Imperial War Museum in London ist nicht nur für Kriegs-Interessierte ein tolles Erlebnis, sondern für eigentlich jeden, egal ob alt oder jung. Das Museum kann man in ein bis zwei Stunden gut durchlaufen und man hat in der Zeit eine Menge neuer Eindrücke gewonnen.

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ÜBER MICH

Ich bin Tim, ich liebe London und teile gerne meine Erfahrungen und Erlebnisse, die ich in dieser wundervollen Stadt erlebe bzw. erlebt habe. In meinem London Blog erfährst Du alles Wissenswerte über Deine Reise. Ich führe meinen Blog bereits seit ca. 7 Jahren als Herzensangelegenheit. Meine Seite wurde oft kopiert, aber das Original bleibt das Original – mit allen Ecken und Kanten. Gerne beantworte ich auch Deine Frage über die Kommentarfunktion – so schnell wie mir möglich!

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2 Antworten

  1. Hallo 🙂
    Erst einmal ein dickes Lob: Die Seite hier ist toll und hilft total bei der Londonplanung!
    Jetzt meine Frage zu diesem Artikel: Wie lange dauert es ca. dieses Museum zu besuchen und gibt es auch deutschsprachige Informationen (für meine Mutter 😉 )?
    L

    1. Kommt darauf an, wie intensiv Du da durchläufst. Es sind ja mehrere Etagen, Du kannst dort Stunden vergingen, aber kannst es auch in einer Stunde ganz gut überfliegen. Es gibt hier soweit ich es gesehen habe keinen Audio Guide, sodass direkte Informationen auf Deutsch hier nicht vorzufinden sind. In den Churchill War Rooms bekommst Du zum Beispiel Audio Guides, aber diese kosten auch Eintritt.

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